17. September 2021

Genossenschaftliches Wohnen Infoveranstaltung am 7. Oktober um 19 Uhr

Genossenschaftswohnungen - eine neue Facette für den Haarer Wohnungsmarkt? In der Gemeinderatssitzung am 14. September hat das Gremium das Fundament dafür gelegt. Das gemeindliche Grundstück an der Johann-Strauß-Straße 1-5 steht im Erbpacht-Modell bereit, wenn sich genügend Haarerinnen und Haarer finden, die eine Genossenschaft gründen und gemeinschaftlich bauen.

Ein Häuschen mit Garten, eine Wohnung mit Platz für die ganze Familie, eigene vier Wände – das ist der Traum vieler Menschen. Noch bis vor einigen Jahrzehnten konnten sich diesen Wunsch eine ganze Reihe Menschen erfüllen – sogar im Landkreis München. Mittlerweile ist ein Eigenheim für die Allermeisten in dieser Boomregion in weite Ferne gerückt. Aber nicht nur das: Im Landkreis München gleicht es schon fast einem Hauptgewinn eine bezahlbare Wohnung zur Miete zu ergattern. Von der ungesunden Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt sind längst nicht mehr ausschließlich  einkommensschwächere Gesellschaftsschichten betroffen. Selbst Doppelverdienern mit „normalen“ Berufen fällt es schwer, etwas Passendes zu finden.

Erschwinglichen Wohnraum schaffen
Ein Arbeitskreis des Gemeinderates hat sich in den letzten Monaten ausgiebig mit dem Thema „Genossenschaftliches Bauen“ beschäftigt. Ein weiterer möglicher Baustein im Haarer Wohnungsmix. Das Genossenschaftsmodell zielt in erster Linie auf Haushalte mit mittlerem Einkommen und Familien mit Kindern ab, die dennoch nicht in der Lage sind, sich auf dem freien Wohnungsmarkt dauerhaft mit Wohnraum selbst zu versorgen – aber eben auch keinen Anspruch auf öffentlich geförderten Wohnraum haben.

Wie könnte ein Haarer Genossenschaftsmodell funktionieren?
Bei Genossenschaften leistet jedes Mitglied beim Eintritt einen finanziellen Beitrag, indem es Genossenschaftsanteile erwirbt. Zusammen bilden die Anteile der Mitglieder das Eigenkapital des Unternehmens, mit dem dann gebaut wird. In unserem Fall sollen „Haarer für Haarer“ bauen. Ob es dabei spezielle Kriterien gibt oder bestimmte Projekte (z.B. ein Mobilitätskonzept zur Stellplatzreduktion, Gemeinschaftsräume o.ä.) umgesetzt werden sollen, beschließt die Genossenschaft selbst. Die Höchstmiete soll laut Empfehlung des Arbeitskreises nicht über 13,50 Euro pro Quadratmeter liegen.

 „Genossenschaften sind das Eigenheimer-Modell des 21. Jahrhunderts. Jetzt bin ich gespannt, ob die Haarer aktiv werden.“ Dr. Andreas Bukowski

 

Auf der Infoveranstaltung am 7. Oktober um 19 Uhr im Bürgerhaus erfahren Sie mehr zum Thema. Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski hat sich Experten dazu eingeladen, die auch Ihre Fragen beantworten: Christian Stupka von der GIMA München eG und Dr. Katharina Winter von  der Mitbauzentrale München. Sie können auch online teilnehmen, dann bitte einen Link anfordern unter dechent@gemeinde-haar.de