07. Mai 2021

Durchgängiger Radweg von Ebersberg bis München

Mit dem Bau einer Radwegverbindung von München nach Ebersberg und umgekehrt könnte es zügiger vorangehen, zumindest auf Haarer Flur, wenn die Landeshauptstadt auf den Flächen in ihrem Besitz mitzieht. Die Teilstrecke ist nämlich längst Bestandteil des integrierten Mobilitätskonzepts, das die Gemeinde bereits 2019 verabschiedet hat.

„Wir begrüßen das Vorhaben ausdrücklich“, formuliert Bürgermeister Dr. An-dreas Bukowski in seinem Schreiben an die Stadt München. Um Schwung in die Verwirklichung der interkommunalen Radlstrecke zu bringen, bittet der Haarer Bürgermeister den Münchner Stadtrat sowie OB Reiter um Freigabe der vorgesehenen Flächen im Bereich Gronsdorf, und zwar unabhängig vom Bau des geplanten Schulcampus für Fachoberschule und Realschule. „Ich sehe hier keinen Konflikt, denn der Radweg war seit jeher Bestandteil der Schulplanung“, sagt Andreas Bukowski.


Um die Vorausssetzungen für die Umsetzung weiter zu begünstigen, ist Haar auch auf die weiteren Grundstückseigentümer im Gemeindegebiet zugegangen. Eine durchgängige
Fahrradverbindung zwischen Trudering und den östlich gel-genen Gemeinden sieht der Haarer Rathaus-Chef als Standortvorteil für seine Gemeinde. „Für den motorisierten Ver-kehr lehnen wir eine Durchfahrt zum Rappenweg ab, solange kein schlüssiges Verkehrskonzept für den ganzen Bereich vorliegt. Fürs Fahrrad macht das aber jetzt schon Sinn, denn so halten wir die Beziehungen zu den Nachbarn offen. Davon profitieren unsere Geschäfte, unsere Unternehmen und letztlich wir alle.“


An der Idee des aufgeständerten Radschnellwegs auf der B 304 halten die Initiatoren um Bürgermeister Andreas Bukowski indessen weiter fest. „Die Bahnparallele wäre ein erster Aufschlag und durchaus ein Gewinn. Einen wirklichen Radschnellweg ersetzt sie nicht“, so der Haarer Rathaus-Chef